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Meine große Leidenschaft, neben dem Kochen, ist das Schreiben. Meine Bücher sind die Summe meiner Erfahrungen und für mich immer wieder eine inspirative Herausforderung, weiter zu forschen, mein Wissen immer weiter auszubauen und mit vorhandenem zu verknüpfen.

Leidenschaftliche Erfahrung

Eigentlich wollte ich schon als kleiner Junge schreiben, fand Bücher immer sehr faszinierend, obwohl ich bis zu meinem zwanzigsten Lebensjahr brauchte, um einen Zugang zu ihnen zu finden. Aber dann ergriff mich das Feuer der Leidenschaft und ich wurde zu einem Buchtrinker, um es zu löschen. Nachdem ich - als wichtigste Begleiter meiner eigenen Aufarbeitung - mehr als dreitausend Bücher gelesen, das Wissen in mir akkumuliert und viele Zusammenhänge erkannt hatte, war der Drang in mir, mein eigenes Buch zu schreiben, unwiderstehlich.

Nicht zuletzt, weil ich in vielen Gesprächen immer wieder gespiegelt bekam, wie ungewöhnlich meine Sicht ist und wie besonders die Zusammenhänge sind, die ich nicht nur verstehe, sondern auch zu vermitteln weiß. Auch meine Sprache, meine Art zu formulieren bekam eine für mich zu diesem Zeitpunkt ungewohnt positive Resonanz. Obwohl meine Art, Dinge zu formulieren, zum Teil als radikal erlebt wird, so wird sie an anderer Stelle als sehr einfühlsam und empathisch aufgenommen.

Wobei ich auch lernen durfte, dass Schreiben ein Handwerk, wie jedes andere ist und Übung braucht, bzw. immer besser wird.

Als ich dann von Erich Fromm das Buch "Haben oder Sein" (veröffentlicht 1976) am ägyptischen Strand las und dort seine leidenschaftliche Reaktion auf den Bericht des Club of Rome "Das Ende des Wachstums" (veröffentlicht 1974), hatte ich das Gefühl zu bersten, wenn ich nicht endlich zumindest einen beträchtlichen Teil dessen, was ich an Wissen in mir angestaut hatte, herauslassen und aufschreiben würde.

Mein eigentlich zweites Buch (mein erstes war ein Auftragsbuch, das ich mit fünfundzwanzig Jahren unter meinem Geburtsnamen schrieb) war in der Tat ein emotionaler und mentaler Aderlass. Aus geplanten 250 wurden 352 Seiten, deren krönender Abschluss ein Groschen der Erkenntnis bildete, der bei mir fiel, als ich bereits den Epilog fast fertig geschrieben hatte: was genau Beziehung ist.

Mein Buch, das sich vor allem mit Nachhaltigkeit und erneuerbaren Energien, aber auch mit unserer Kultur und der Frage, warum die Menschen so sind, wie sie sind, beschäftigt, sollte mich zunächst in eine klare Antihaltung führen, wie auch auf alle zu dem Zeitpunkt stattfindenden Demos. Occupy, Anti-Atom, usw. Bis mir eine essenzielle Sache klar wurde: ich kann niemand anderen verändern - wenn, dann nur mich selbst.

Wobei ich noch beim Schreiben meines dritten Buches klar in dieser Haltung zu finden war und mich in der Tat erst nach dessen Veröffentlichung aus ihr lösen konnte. Dem Buch verdanke ich die Erkenntnis, zu diesem Zeitpunkt noch nicht liebesfähig gewesen zu sein, weil ich das Gefühl, nicht geliebt werden zu können in meinen Zellen abgespeichert, als pure und essenzielle Botschaft, die ich aus dem Mutterleib mitgebracht hatte.

In den folgenden Jahren kultivierte ich diese Erkenntnisse in meinem weiteren Entwicklungsprozess. Was in mein viertes Buch mündete, in dem ich meinen Weg in die Selbstliebe aufzeige, in der ich tatsächlich inzwischen angelangt bin. Und um uns aufrichtig selbst lieben zu können, müssen unsere seelischen und emotionalen Wunden wirklich heilen.

Wege in diese Heilung aufzuzeigen, abseits jeglicher Esoterik, ist meine Berufung, weil ich diesen Weg gegangen bin und meine Erfahrung nun berichte sowie in meinem Coaching anbiete.

 

Meine Veröffentlichungen:

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