Coach

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Coaching ist ein Begriff, der viel und oft in sehr unterschiedlichem Kontext verwendet und verkauft wird. Nicht selten als Synonym für den sicheren Weg zu materiellem Erfolg und Glück - implizit suggerierend, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun hat.

Unerhoffte Berufung

"Der Arzt der Zukunft wird keine Medizin mehr verabreichen, sondern seine Patienten vielmehr dazu anregen, sich für den menschlichen Körper, für Ernährung und für die Ursache und Prävention von Krankheiten zu interessieren.", Thomas Edison (1847-1931)

 

Das Coaching selbst wurde mir quasi in die Wiege gelegt.

Meine erste Beratung habe ich mit sechs (6) Jahren durchgeführt und dabei eine Ehe vor dem Scheitern gerettet. Zumindest temporär, da ich heute - nur wenige Jahre später - davon ausgehe, dass die Probleme schneller wieder präsent gewesen sein müssen, als ein Eichhörnchen von Ast zu Ast hüpft.

Wobei das Wort "Problem" nur eine subjektive Wahrnehmung einer Situation umschreibt, die nicht das gewünschte Ergebnis liefert und nicht als Wachstumsschritt erkannt werden kann. Letztlich bleiben unsere Beziehungen Spiegel innerer, emotionaler Blockaden, die wir so lange wiederholen, bis wir diese Blockaden aufgelöst haben.

Auch ich wähle für meine Arbeit die Bezeichnung Coach (oder bevorzugt Lebensberater), da sie die einzige ist, die meine Methodik beschreibt und nicht ausbildungs- sowie abschlussgekoppelt geschützt ist. Auch wenn mein Vorgehen mit dem, was ich in der rasant wachsenden Coaching-Szene vorgefunden habe, nicht viel zu tun hat. Ich kann mit einfachen Antworten und Erfolgsparolen nicht dienen. Wer das sucht, ist bei mir tatsächlich an der falschen Adresse.

Meine Arbeit ist das Ergebnis meiner Erfahrung, die ich in inzwischen mehr als 23 Jahren Aufarbeitung gesammelt habe und auf diverse Weise in Form von Antworten, Webinaren und Büchern anbiete. Wobei Antworten hier nicht fertige Lösungen, sondern Impulse für mögliche nächste Schritte meint. Darüber hinaus unterstütze ich gerne durch Supervision - nicht zuletzt, weil ich mich ohnehin schnell in der Coaching-Rolle wiederfinde, wenn ich mit anderen Coaches/Therapeuten rede.

Was ich nicht habe: eine Ausbildung als Heilpraktiker, Pädagoge, Psychologe oder Therapeut.

Lange habe ich eine solche Ausbildung in Erwägung gezogen, mich dann aber aktiv dagegen entschieden, weil ich mir meine selbst erarbeitete Sichtweise und die aus ihr resultierende Methodik nicht verwässern sowie durch erlernte Glaubenssätze einschränken lassen möchte. Etwas, was ich leider oft im Dialog mit Vertretern dieser Professionen erleben musste - ohne damit alle über einen Kamm scheren und bewerten zu wollen. Es gibt sehr gute Begleiter, die sich empathisch und kompetent einbringen, mit wertvollen Impulsen auf dem Weg in die Heilung begleiten.

Wichtig ist mir, genau hinzusehen, zu differenzieren und auf für mich stimmige Art und Weise wahrzunehmen.

Aber wer eine zertifizierte Ausbildung, als profunde Reputation und Garant für Seriosität braucht, wird bei mir nicht fündig. Alles, was ich anzubieten habe, ist meine Erfahrung.

Meine Perspektive ist üblicherweise ungewöhnlich, weil ich mich nicht mit dem Vordergründigen zufriedengebe, mein Anspruch mich dazu antreibt, die Gründe hinter den Gründen sehen und verstehen zu wollen. Schnelle Antworten wecken vor allem meine Neugier, weil sie so gut wie immer versuchen, etwas zu verdecken und zu beschützen. Nicht selten das Wesentliche - des Pudels Kern - wie Goethe es nannte.

Meiner Erfahrung nach ist es exakt dieser Kern, den wir finden und ins Bewusstsein ziehen müssen, um ihn dort auflösen zu können, wenn wir eine wirkliche Veränderung anstoßen wollen, die in Heilung und am Ende in Selbstliebe münden soll.

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