Vegan-Koch

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Das Kochen ist - neben dem Schreiben - meine ganz große Leidenschaft. Es ist nicht zuletzt Ausdruck meines Wertempfindens für mich sowie des umfänglichen für mich selbst Sorgens und essenzieller Bestandteil meiner allgemeinen Lebensqualität. Wenn ich nicht für mich kochen kann, fehlt etwas Elementares.

Kreative, wohlschmeckende Gesundheit

Ein für mich freudiges Zwichenergebnis meines Aufarbeitungsweges ist, dass ich im Verlaufe meines Prozesses immer mehr auf mich und mein Wohlergehen achtete bzw. achte.

Heute ist es eine Selbstverständlichkeit, über die ich nicht mehr nachdenken muss, nicht zuletzt, weil ich mir selbst am Herzen liege und ständig mit mir sowie meinem Körper im Dialog stehe, ob es mir gutgeht und ich mich wohlfühle. Da spielt gutes und gesundes Essen natürlich eine entscheidende Rolle.

Wie könnte ich von mir behaupten, wirklich in der Selbstliebe zu sein, wenn ich mich gleichzeitig von Fast-Food ernährte und nicht gut mit mir umginge?

Wobei der gesundheitliche nur ein relevanter Aspekt ist. Mindestens genauso wichtig ist der Faktor Genuss. Die Sinne zu erfreuen, durch Geschmack, Duft und - wenn von der Konsistenz her möglich - ansprechendes Anrichten. Es ist eine bekannte Volksweisheit, dass das Auge mitisst.

So nutze ich jeden Tag, um mir selbst etwas Gutes zu tun und mich zu verwöhnen, meinen Gaumen zu streicheln und mich mit einer Kreation selbst zu erfreuen, die mich begeistert. Wenn ich Gäste habe, verwöhne ich sie einfach mit und werde durch Rückmeldungen der Art "Das ist ja wieder ein Geschmacksorgasmus!" belohnt.

Immer wieder höre ich von Menschen die Aussage, dass sie nicht für sich selbst kochen, weil ihnen das zu aufwändig ist, sie sich nur die Mühe machen, wenn auch andere mitessen und daraus ein soziales Ereignis wird. Eine Haltung, die ich sehr gut aus früheren Tagen von mir kenne, aber heute nur noch schwer nachvollziehen kann.

Wer, wenn nicht ich selbst, soll denn dafür sorgen, dass es mir gutgeht?

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Menschen in dem Maße anfangen, anders mit sich selbst umzugehen, in dem sie auch einen Zugang zu sich und ihren eigentlichen Bedürfnissen bekommen. Denn da beginnt oft schon das Problem: zu wissen und zu spüren, was uns guttut und womit wir uns verwöhnen. Wenn dieser Prozess fortschreitet, entwickelt sich in der Regel auch das Bedürfnis, sich nicht mehr mit Dingen zu belasten, die schädlich für uns sind.

Das hat nicht zuletzt mit dem Wertempfinden für uns selbst zu tun.

"Ich gehe lieber schick essen und lasse mich bedienen.", ist eine Aussage, die ich immer wieder höre, besonders von Menschen, die finanziell gut situiert sind. Oft Menschen, die gleichzeitig nicht in hochwertigen BIO-Läden, sondern bei bekannten Marken-Discountern einkaufen gehen. Ein Bild, das für mich sehr viel über die Personen und ihr Empfinden für sich selbst aussagt.

Für mich ist es heute, mehr denn je, wichtig, nicht nur meine eigenen Geschmackskreationen für mich zuzubereiten, sondern auch sehr auf die Qualität meiner Zutaten zu achten. Ausschließlich hochwertige BIO-Zutaten - bevorzugt in DEMETER-Qualität - und möglichst frisch. Das ist nicht nur sehr gesund, sondern schmeckt einfach lecker. Ich möchte heute genau wissen, was ich zu mir nehme und wo es herkommt. Das bin ich mir wert.

Das Kochen hat für mich nochmal ein anderes Drehmoment bekommen, als ich mich zu der Ausbildung zum Kräuterpädagogen entschied. Die Vielfalt der Kräuter - geschmacklich und gesundheitlich - fasziniert mich schon lange und ist integraler Bestandteil meiner Rezepte. Wobei es vor allem die Wildkräuter sind, die es mir angetan haben. Oft unbeachtet am Wegesrand stehend, sind sie wahre Schätze der Natur, die uns so viel Gutes geben können, in der Regel zum Nulltariff.

Da mein Wissen im Bereich Gesundheit und Ernährung inzwischen sehr ungewöhnlich ist, wie ich immer wieder feststellen darf, und sich die Anfragen mehren, biete ich inzwischen auch Coaching in diesem Bereich an. Nicht selten in Kombination mit den anderen Formen des Coachings. Letztlich hängen die Dinge zusammen und die Themen greifen nahtlos in einander.

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