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Bärlauch, der besonders im Frühling so manchen Teil der Natur breitflächig mit seinem Duft flutet, ist ein kleines Vitaminwunder und geschmacklich eine schöne Alternative zum Knoblauch.

 

Botanischer Name:

Allium Ursinum

 

Weitere Namen:

  • Hexenzwiebel
  • Ramsen
  • Wilder Knofel
  • Blähkraut
  • Zigeunerlauch

 

Bärlauch stammt ursprünglich aus Europa, ist aber bis in die Weiten Nordasiens zu finden. Lange Zeit war er als Plage verschrien und erlebt erst in unseren Tagen eine Renaissance. Kultiviert wird er vor allem in Osteuropa - allen voran in Tschechien und der Slowakei.

Bärlauch gehört zur Gattung der Lauche, zu der auch Knoblauch und Schnittlauch gehören, und dort zu der Familie der Amaryllisgewächse. Er ist eine mehrjährige, krautige und ausdauernde Pflanze. In der Zeit von März bis Juni verströmt er seinen charakteristischen, knoblauchartigen Duft, der dann die Waldstriche, Bachläufe und Fluren flutet, die er bewächst. Er erreicht eine Höhe von bis zu dreißig bis vierzig Zentimetern und seine Blätter sind lanzettförmig. Der Stil ist dreikantig und leicht rundlich. Die Blätter selbst werden bis zu fünfundzwanzig Zentimeter lang und zwischen zwei bis fünf Zentimeter breit. Ein auffälliges Merkmal ist die matte, dunkle Blattoberseite und eine hellere Blattunterseite, wie auch die länglichen Blattnerven, die zur Blattspitze hin verlaufen. Bärlauch zählt zu den wahren Vitaminbomben unter den Pflanzen. Sein Vitamin-C Gehalt beweget sich, wie der der Petersilie, der Paprika und des Meerrettich, in den höchsten Regionen.

Klassisch wird Bärlauch in Form von Pesto, aber auch als wertvolle Beigabe zu Salaten verwendet. Das feine, knoblauchartige Aroma und die dezente Schärfe des frischen Bärlauchs verfeinern jedes Gericht auf unprätentiöse Weise. Das Knoblaucharoma ist präsent, ohne die üblichen, unangenehmen Nebenwirkungen, wie Mundgeruch und Blähungen. Der Bärlauch macht auch in Suppen, Kartoffelgerichten und hellen Saucen eine gute Figur. Zu beachten ist, den Bärlauch erst zum Ende hin hinzu zu geben. Bei Hitze verliert das Aroma schnell an Intensität. Frisch auf ein Brot gestreut oder an eine Pasta gegeben, entfaltet er seine Magie und bereichert mit seinen inneren Werten.

Erntezeit ist von März bis April, wobei das Aroma und die Inhaltsstoffe in der Blüte am reichhaltigsten sind. Typischer Weise blüht der Bärlauch im April. Bärlauch ist ein Kaltkeimer, der zwischen September und Februar ausgesät wird. Wobei der späte Sommer als beste Aussaatzeit gilt, da die Samen dann die Frostperioden des kommenden Winters nutzen können.

Hinweis

Sobald das Wort Bärlauch fällt, erfolgen reflexartig die Warnhinweise, dass er mit dem Maiglöckchen und den Herbstzeitlosen verwechselt werden kann. Wer sich nicht sicher ist, sollte den Bärlauch am besten geerntet kaufen.
  • Appetitlosigkeit
  • Antibiotisch
  • Aufbau der Darmflora (besonders nach der Einnahme von medikamentösem Antibiotika)
  • Blähungshemmend
  • Blutreinigend
  • Desinfizierend für den Darm
  • Entzündungshemmend
  • Harntreibend
  • Schleimlösend
  • Stärkend und kräftigend
  • Verdauungsfördernd
  • Vermindert Schadstoffe im Körper

Bärlauch-Tinktur

Einen Bund Bärlauch (ca 50 Gramm) in 200 ml 70% Alkohol für 4-6 Wochen einlegen. Immer wieder schütteln. Abseien und in eine dunkle Flasche mit Tropfverschluss füllen. 3 Mal täglich 12 Tropfen nehmen.

Bärlauch-Pesto

Link zum Rezept

Bärlauch-Salatöl

Einen Bund Bärlauch klein schneiden und mit 0,5 Liter kalt gepresstem Olivenöl übergießen. 2-3 Wochen ziehen lassen und danach abseien. Gibt es auch hier in hochwertiger BIO Rohkostqualität.

Bärlauchessig - innerlich und äußerlich

Einen Bund klein geschnittene Bärlauchblätter sowie zwei bis drei fein gehackte Zwiebeln in einen Liter BIO-Apfelessig (Demeter) geben und mindestens drei Wochen lang ziehen lassen. Der Bärlauch kann im Essig verbleiben und weiter ziehen. Jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Esslöffel Bärlauchessig mit einer halben Tasse lauwarmen Wassers mischen und schluckweise trinken. Diese Kur sechs Wochen anwenden.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 60 12000
Kilo Kalorien 19 2868
Wasser 93000 2500000
Eiweiß 2900 30000
Fett 900 85000
Kohlenhydrate 2900 n/a
Ballaststoffe 2200 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure n/a 0,4
Vitamin A 0,2 1,1
Vitamin B1 0,13 1,3
Vitamin B2 0,06 1,5
Vitamin B6 0,2 1,5
Vitamin C 150 100
Vitamin E 0,25 13
Vitamin K n/a 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium 76 1200
Chlorid 44 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen 2,9 13
Iodid n/a 0,2
Kalium 336 550
Kupfer 0,1 1,5
Magnesium 22 350
Mangan 0,3 3,5
Natrium 40,6 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor n/a 700
Schwefel 61 830
Zink 0,3 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin n/a n/a
Histidin n/a n/a
Isoleucin n/a 1400
Leucin n/a 2200
Lysin n/a 1600
Methionin n/a 2200
Phenylalanin n/a 2200
Threonin n/a 1000
Tryptophan n/a 500
Tyrosin n/a 2400
Valin n/a 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure n/a n/a
Linolsäure n/a n/a
Ölsäure n/a n/a
Palmitinsäure n/a n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine n/a n/a