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Dill ist ein eher unscheinbarer Vertreter der Kräuterwelt, der es allerdings in sich hat - sowohl von den Vital- und Nährstoffen, als auch in Bezug auf seine Heilwirkung.

 

Botanischer Name:

Anethum Graveolens

 

Weitere Namen:

  • Gurkenkräutel
  • Kapernkraut
  • Till
  • Blähkraut
  • Dille
  • Dillkraut
  • Gurkenkraut
  • Gurkenkümmel

 

Dill zählt zu den ältesten, kultivierten Kräutern und wurde in Form von Samen bereits in jungsteinzeitlichen Siedlungen gefunden, die der Zeit etwa viertausend vor Christus zugerechnet werden. Ursprünglich kommt er aus Südwest- und Vorderasien, aber auch aus Südeuropa. Er findet sich sowohl in der ägyptischen, als auch in der altgriechischen und römischen Kultur - nicht zuletzt - als Heilpflanze.

Er wurde von Benediktiner-Mönchen über die Alpen ins übrige Europa und später nach Amerika gebracht, wo er seither kultiviert wird.

Heute wird er vor allem in Balkanländern, allen voran Russland, zur Gewürz- und Ölherstellung angebaut.

Dill gehört zur Gattung der Doldenblütler sowie Anethum, wächst buschig und sehr gerade. Die aromatischen Blätter sind fein gefiedert und blaugrün. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu einem Meter und fünfunddreißig Zentimeter. Der Stiel ist innen hohl, fein gerillt und verästelt. Die Spitze wird von der Dolde gebildet, deren winzige, sehr aromatische Blüten einen Durchmesser von bis zu zwanzig Zentimetern erreichen können. Die flachen und ovalen Samen, die sich in den Früchten befinden, bekommen mit zunehmender Reife eine bräunliche Färbung. Er ist ein einjähriges, nicht frostbeständiges Kraut, das nicht zwei Jahre hinter einander in derselben Erde gepflanzt werden sollte.

Die Dillblätter und Blüten werden gerne zum Verfeinern von Salaten - hier besonders von Gurken-, Tomaten-, Kopf- und Kartoffelsalat -, Saucen und Fischgerichten verwendet. Aber der Klassiker ist die Verfeinerung von Gurken, was ihm auch den Namen Gurkenkraut eingebracht hat. Die Samen hingegen stellen eine Alternative zu Kümmel und Kreuzkümmel dar. Generell empfiehlt es sich, Dill frisch sowie roh zu verwenden und nicht zu erhitzen, da sich sein Aroma ansonsten verflüchtigt. Das Aroma der Blätter und Blüten ist leicht süßlich, wobei das frische Kraut süßer schmeckt als die getrockneten Samen.

Die Dillsauce ist sehr beliebt für die Ergänzung zu Fischgerichten, wobei hier vor allem die frischen oder getrockneten Blätter Verwendung finden. Sie werden auch gerne zum Einlegen von einmal mehr Gurken und Zwiebeln eingesetzt.

Die Blätter können von Juni bis September, die Früchte von August bis November geerntet werden. Der Dill lässt sich bis Ende August aussähen und ernten, wenn er keine Samen zu produzieren braucht. Wenn er Samen produzieren soll, endet die Aussaat Ende Juni. Wird er zwischen Kohl oder Rote Beete gepflanzt, hält er Schädlinge fern. Am besten gedeiht Dill in der direkten Sonne, an einem windgeschützten Ort. Dann bildet er besonders viele seiner wertvollen, ätherischen Öle. Er muss nicht gedüngt werden, da er auf spärliche Böden eingestellt ist.

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Hämorrhoiden
  • Magenbeschwerden
  • Magen- und Darmkrämpfe
  • Milchfördernd
  • Schlaflosigkeit
  • Gebärmutterkrämpfe
  • Menstruationsbeschwerden
  • Gegen Geschwüre
  • Antiseptisch

 

Hinweis

Der Dill sieht einigen anderen, giftigen Vertretern der Botanik fast zum Verwechseln ähnlich. So beispielsweise der Hundspetersilie, dem gefleckten Schierling oder dem Wasserschierling. Das ätherische Öl sollte nur unter ärztlicher oder heilpraktischer Aufsicht eingenommen werden.

Kompressen

Einen Bund Dill in eine Schüssel mit warmem Olivenöl geben und mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Dann ein Küchentuch oder eine Kompresse darin tränken und auf ein Geschwür geben, bis alles abgekühlt ist.

Dilltee

Fünf Gramm zerstoßene Früchte mit 100 ml heißem Wasser aufgießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.

Dillwein

Zwei Teelöffel Dillsamen im Mörser zerstoßen und mit einer Tasse erhitzten Weißweines aufgießen. Mindestens zehn Minuten ziehen lassen und abseien. In kleinen Schlucken trinken gegen Schlafstörungen.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 232 12000
Kilo Kalorien 55 2868
Wasser 79650 2500000
Eiweiß 3700 30000
Fett 800 85000
Kohlenhydrate 8000 n/a
Ballaststoffe 5300 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure 0,05 0,4
Vitamin A 1,017 1,1
Vitamin B1 0,19 1,3
Vitamin B2 0,43 1,5
Vitamin B6 0,3 1,5
Vitamin C 70 100
Vitamin E 1,7 13
Vitamin K 0,3 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium 230 1200
Chlorid 70 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen 5,5 13
Iodid 0,003 0,2
Kalium 647 550
Kupfer 0,22 1,5
Magnesium 28 350
Mangan 2,7 3,5
Natrium 27 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor 85 700
Schwefel 50 830
Zink 1,8 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin 148 n/a
Histidin 56 n/a
Isoleucin 148 1400
Leucin 222 2200
Lysin 155 1600
Methionin 44 2200
Phenylalanin 111 2200
Threonin 130 1000
Tryptophan 37 500
Tyrosin 74 2400
Valin 148 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure 650 n/a
Linolsäure 450 n/a
Ölsäure 40 n/a
Palmitinsäure 150 n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine 5 n/a