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Lavendel ist besonders durch seinen intensiven Duft und dort nicht zuletzt durch seinen Einsatz im Kampf gegen Motten bekannt. Aber er ist auch ein vielseitiges Heilkraut und raffiniertes Gewürz.

 

Botanischer Name:

Lavandula Angustifolia

 

Weitere Namen:

  • Fander
  • Hirnkraut
  • Nervenkräutlein
  • Schwindelkraut
  • Spiket
  • Zitterblümchen

 

Schon bei den Römern war eine Verwandte des als "Echter Lavendels" bezeichneten Halbstrauchs bekannt, dessen Bezeichnung "lavare" (waschen) die Grundlage für seinen heutigen Gattungsnamen bildet. Sowohl die Griechen als auch die Römer nutzten die Eigenschaften der Pflanze in Badezusätzen und als Waschwasser. Auch bei Hildegard von Bingen finden sich Aufzeichnungen aus dem 12. Jahrhundert nach Christus über die Heilkräfte des Lavendels. Traditionell wurde und wird der Lavendel seines Duftes wegen eingesetzt. Die Duftintensität überdeckte in der Renaissance sogar die ätzenden Gerüche der Gerberviertel, weshalb die französischen Feingerber den Duft der Blüten zum Aromatisieren des Leders einsetzten.

Die Pflanze gehört zur Gattung Lamiaceae (Lippenblütengewächse). Die Pflanze hat einfache grüne Stängel, mit kleinen, schmalen, lanzenförmigen Blättern, die in der charakteristischen Blütenkrone mündet. Die violetten Blüten dominieren die Erscheinung völlig. Sie erreicht eine Höhe von 55 - 60 Zentimetern.

Besonders in der französischen und arabischen Küche findet der Lavendel Einsatz. In Süßspeisen, Limonaden, Chutneys, aber auch Fleischgerichten und Eintöpfen. Das Kraut ist auch Bestandteil der berühmten, französischen Kräuter der Provence. Aber auch für Liköre und andere Alkoholika wird es eingesetzt. Verwendet werden vor allem die Blätter in deftigen und die Blüten in süßen Rezepturen. Aber der Geschmack ist sehr intensiv und somit sollte Lavendel nur sparsam eingesetzt werden.

Lavendel wird entweder Mitte Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, direkt im Freiland ausgesät oder ab Februar in einem Topf auf der Fensterbank vorgezogen. Er braucht ab der Pflanzung etwa ein Jahr, um sich zu etablieren. Wobei die Lebensdauer der Pflanze bei 10 - 15 Jahren liegt. Nach dem Verblühen wird sie zurückgeschnitten und die Triebe werden aufbewahrt. Sie lassen sich als Stecklinge ziehen und so vermehren. Hierzu werden die Triebe einfach in eine Schale mit Anzuchterde gegeben und dort sechs bis acht Wochen zur Wurzelbildung belassen. Danach können die Jungpflanzen in eigene Töpfe umgesiedelt werden.

  • Antiseptisch
  • Appetitanregend
  • Asthma
  • Augenringe
  • Beruhigend
  • Blähungstreibend
  • Entzündungshemmend
  • Gallentreibend
  • Harntreibend
  • Halsbeschwerden
  • Herzbeschwerden
  • Husten
  • Krampflösend
  • Magenkrämpfe
  • Migräne
  • Nervosität

 

Hinweis

Die ätherischen Öle, vor allem des Cumaringehaltes wegen, können bei sehr empfindlichen Personen eine latent toxische Wirkung haben, wenn sie in einer Duftlampe verbrannt werden. Besonders Tiere reagieren auf die Stoffe, weswegen Lavendel nicht zuletzt gegen Motten eingesetzt wird, die diesen Duft nicht ertragen.

Badezusatz

50 - 100 g mit 2 Liter kochendem Wasser überbrühen und nach zehn Minuten abseien. Diese Menge reicht für ein Vollbad, das man nicht länger als 15 Minuten nehmen sollte.

Lavendeltinktur

2 Handvoll Lavendelblüten mit 70% Alkohol aufgießen und mindestens zwei Wochen an einem warmen, sonnigen Platz ziehen lassen. Danach abseien und in dunkle Flaschen abfüllen. Gut bei Gelenkschmerzen zur äußerlichen Anwendung - täglich wenige Tropfen auf die betroffene Stelle träufeln.

Tee

1-2 tl Blüten mit einem viertel Liter heißem Wasser übergießen und nach zehn minütigem Ziehen abseihen. Mehrmals täglich eine Tasse in kleinen Schlucken trinken.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Nicht zu ermitteln
n/a n/a