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Dieses Kraut, das schon lange zum Standard in der deutschen Küche zählt, hat sehr viel mehr zu bieten, als allgemein angenommen wird. Wie so viele Kräuter, führt der Majoran eher ein Schattendasein, obwohl er ein so wertvoller Heilfaktor sein kann.

 

Botanischer Name:

Majorana Hortensis

 

Weitere Namen:

  • Badkraut
  • Blutwürze
  • Bratenkräutel
  • Kranzkraut
  • Maiwürzkraut
  • Wurstkraut

 

Der Majoran stammt ursprünglich aus anatolischem sowie nordafrikanischem Gebiet und wurde im Laufe des Mittelalters in Europa eingeführt. Dort hat er sich weit verbreitet und wird seither als Würz- und Heilkraut geschätzt. Er wurde seit dem 16. Jahrhundert von Mönchen in Klostergärten kultiviert und fand von dort sukzessive seinen Weg in die heimischen Gärten.

Der Majoran gehört zur Gattung Origanum und dort zur Familie der Lippenblütler. Er wächst buschig und erreicht eine Höhe von fünfzig bis sechzig Zentimetern. Er bildet kleine, aromatische Blätter aus, die aufgrund der ätherischen Öle und Härchen klebrig sind. Diese Blätter wachsen in elliptischer Form an zumeist sehr stark verzweigten, nahezu vierkantigen, bräunlichen Stängeln. Die Blüten sind klein, meist weiß bis zart rot und werden zwischen Juli bis September ausgetrieben.

Der Majoran wird gerne in deftigen Speisen verwendet. Der Klassiker ist die Beigabe in Kartoffelsuppen, aber auch in anderen deftigen, tendenziell schweren Speisen. Vor allem in Wurst ist er ein wichtiger Bestandteil, wie auch in Eintöpfen, Bratkartoffeln und als zu Zugabe zu Hülsenfrüchten. Er kann mitgekocht werden, da er bei Hitze seine Eigenschaften nicht einbüßt.

Auch der Majoran hat sowohl am meisten Aroma als auch Heilwirkung, wenn er kurz vor der Blüte geerntet wird. Die Stiele werden ein gutes Stück über dem Boden abgeschnitten, damit die Pflanze erneut austrieben kann. Verwendet werden die Blätter und die Blüten. Majoran blüht von Juli bis August.

  • Antibakteriell
  • Appetitlosigkeit
  • Beruhigend
  • Blähungen
  • Chronischer Schnupfen
  • Durchfall
  • Gicht
  • Harntreibend
  • Juckreiz
  • Kopfschmerzen
  • Krampfadern
  • Krampflösend
  • Magenkrämpfe
  • Magen- und Darmkoliken
  • Menstruationsstärkend
  • Migräne
  • Nervenschwäche
  • Reizmagen und -darm
  • Rheuma
  • Schlaflosigkeit
  • Schleimlösend
  • Seekrankheit
  • Verdauungsschwäche
  • Verstopfung
  • Wundheilung

 

Hinweis

Aufgrund des hohen Gehalts an Arbutin und Hydrochinon ist Majoran als Heilpflanze nicht für den Langzeitgebrauch geeignet. Eine Überdosierung und zu lange Anwendung können Kopfschmerzen und Benommenheit auslösen.

Majorantee

Ein bis zwei Teelöffel frisches Majorankraut wird mit einem viertel Liter Wasser aufgebrüht, 15 Minuten lang zugedeckt ziehen gelassen und dann abgeseiht. Bis zu drei Mal täglich kann er eingenommen werden. Wirkt verdauungsfördernd.

Inhalation

Zwei Esslöffel getrockneten Majoran mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und ein paar Minuten ziehen lassen. 15 Minuten inhalieren und diese Anwendung drei Mal täglich wiederholen. Wirkt bei Erkältung, Husten und Schnupfen.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 194 12000
Kilo Kalorien 46 2868
Wasser 85000 2500000
Eiweiß 2050 30000
Fett 1130 85000
Kohlenhydrate 6870 n/a
Ballaststoffe 2930 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure n/a 0,4
Vitamin A 0,113 1,1
Vitamin B1 0,047 1,3
Vitamin B2 0,052 1,5
Vitamin B6 n/a 1,5
Vitamin C n/a 100
Vitamin E n/a 13
Vitamin K n/a 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium 332 1200
Chlorid 32 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen 13,37 13
Iodid 0,001 0,2
Kalium 246 550
Kupfer 0,183 1,5
Magnesium 57 350
Mangan 0,183 3,5
Natrium 12 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor 50 700
Schwefel 16 830
Zink 0,58 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin 82 n/a
Histidin 31 n/a
Isoleucin 82 1400
Leucin 123 2200
Lysin 103 1600
Methionin 25 2200
Phenylalanin 62 2200
Threonin 72 1000
Tryptophan 21 500
Tyrosin 41 2400
Valin 82 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure 630 n/a
Linolsäure 910 n/a
Ölsäure 60 n/a
Palmitinsäure 210 n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine 10 n/a