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Rosmarin ist ein fester Bestandteil der mediterranen Küche. Als Heilkraut zählt er zu den Allroundern, mit erstaunlich breitem Anwendungsspektrum. Geschmacklich streiten sich die Gemüter. Von den einen heiß geliebt, ist er für andere nur in geringer Dosierung schmackhaft.

 

Botanischer Name:

Rosmarinus Officinalis

 

Weitere Namen:

  • Antonkraut
  • Brautkraut
  • Hochzeitsbleaml
  • Kranzenkraut
  • Maria Reinigung
  • Meertau
  • Riechkräuterlein
  • Weihrauchkraut

 

Bereits im antiken Griechenland galt Rosmarin als heiliges Kraut. Es wurde, wie so viele mediterrane Kräuter, von den Benediktinern über die Alpen gebracht und seither auch im übrigen Europa kultiviert. Er wächst aber im Mittelmeerraum auch vielerorts wild. Im Mittelalter, während der verheerenden Pestepidemien, benutzten Ärzte das Kraut, um sich vor Ansteckung zu schützen. Im Altertum wurden die Blüten als Symbol für Schönheit und Liebe geschätzt.

Die Pflanze gehört zur Gattung Lamiaceae (Lippenblütengewächse) und ist mit Thymian oder Salbei verwandt. Die wollig behaarten und oft verzweigten Stängel verholzen schnell. Die festen sowie schmalen lanzettlichen Blätter sind runzelig, immergrün, ganzrandig und weisen eine tiefe Furche auf. Sie sitzen stiellos, direkt am vierkantigen Stängel. Die Blattränder sind nach unten hin eingerollt. Blattunterseiten und Stängel sind dicht mit weißen Härchen besetzt. Die zweilippige Blütenkrone wird 10 - 12 Millimeter lang, mit hellblauen Blüten.

Rosmarin wird klassisch zu Fleisch, aber auch gerne zum Beispiel zu in Öl geschwenkten Kartoffeln verwendet. Er hat ein sehr kräftiges, dominantes Eigenaroma und sollte von daher nur sparsam eingesetzt werden. Auch in Eintöpfen kann er die typisch mediterrane Note einbringen. Er ist ein wesentlicher Bestandteil der französischen Kräuter der Provence. Die Pflanze lässt sich auch gut Gemüsepfannen beifügen, wobei der ganze Stängel hinzugegeben und vor dem Servieren wieder entfernt wird.

Der mehrjährige Rosmarin wird von Februar bis Juli ausgesät. Er benötigt einen trockenen, sonnigen Platz. Am besten baut man ihn im Topf an. So kann er zum Überwintern in Haus oder Wohnung geholt werden, da er keinen Frost verträgt. Er benötigt nur wenig Dünger. Vorzugsweise einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Im Sommer sollte nicht gedüngt, nur substratreich gegossen, dabei aber Staunässe vermieden werden. Geerntet wird er von Anfang Mai bis Ende Oktober. Die beste Erntezeit ist jedoch während der Blüte im Juni.

  • Adstringierend (zusammenziehend)
  • Antibakteriell
  • Atembeschwerden
  • Beruhigend
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Entzündungshemmend
  • Gicht
  • Haarausfall
  • Hautbeschwerden
  • Herzbeschwerden
  • Krampflösend
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Menstruationsfördernd
  • Niedriger Blutdruck
  • Pilztötend
  • Rheuma
  • Schmerzstillend
  • Tonisierend

 

Hinweis

Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nur nach Beratung mit einem Arzt oder Heilpraktiker empfohlen. Das Öl sollte nur äußerlich angewendet werden.

Rosmarinöl

Die getrockneten Blätter in ein helles Schraubglas geben, mit hochwertigem Olivenöl auffüllen und sechs Wochen an einem sonnigen Ort stehenlassen. Danach absieben und in eine dunkle Flasche füllen.

Rosmarintinktur

20g Rosmarinblätter mit 500 ml 70% Alkohol auffüllen und mindestens drei Wochen lang stehen lassen. Danach absieben und in dunkle Tropfflaschen füllen. Gut zur äußeren Anwendung bei Gelenkschmerzen.

Tee

1-2 tl Blätter mit einem viertel Liter heißem Wasser übergießen und nach zehn minütigem Ziehen abseihen. Drei Mal täglich eine Tasse in kleinen Schlucken trinken. Gut bei niedrigem Blutdruck.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 237 12000
Kilo Kalorien 57 2868
Wasser 85000 2500000
Eiweiß 810 30000
Fett 2510 85000
Kohlenhydrate 7660 n/a
Ballaststoffe 2910 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure n/a 0,4
Vitamin A 0,052 1,1
Vitamin B1 0,085 1,3
Vitamin B2 n/a 1,5
Vitamin B6 n/a 1,5
Vitamin C n/a 100
Vitamin E n/a 13
Vitamin K n/a 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium 211 1200
Chlorid 33 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen 4,84 13
Iodid 0,001 0,2
Kalium 157 550
Kupfer 0,091 1,5
Magnesium 36 350
Mangan 0,083 3,5
Natrium 8 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor 12 700
Schwefel 17 830
Zink 0,53 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin 32 n/a
Histidin 12 n/a
Isoleucin 32 1400
Leucin 49 2200
Lysin 40 1600
Methionin 10 2200
Phenylalanin 24 2200
Threonin 28 1000
Tryptophan 8 500
Tyrosin 16 2400
Valin 32 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure 1410 n/a
Linolsäure 2010 n/a
Ölsäure 140 n/a
Palmitinsäure 460 n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine 41 n/a