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Der Schnittlauch fristet ein eher unbeachtetes Dasein, hier und da in Saucen oder Salaten verwendet, obwohl er nicht nur so manchem Gericht die entscheidende Note verleiht, sondern auch mit seiner Heilwirkung in Erstaunen versetzt.

 

Botanischer Name:

Allium Schoenoprasum

 

Weitere Namen:

  • Binsenlauch
  • Brislauch
  • Gralslauch
  • Jakobszwiebel
  • Schnittling

 

Es wird vermutet, dass der Schnittlauch ursprünglich aus Zentralasien kommt, was aber nicht eindeutig belegt ist. In unseren Tagen kommt er praktisch in Gesamteuropa wild oder verwildert vor. Er wird darüber hinaus in vielen Ländern kultiviert und als Küchenkraut angebaut. Auch in China und den USA erfreut er sich unverminderter Verwendung.

Der mehrjährige Schnittlauch gehört zur Gattung Allium und dort zur Lauch-Familie Allioideae. Die länglichen bis eiförmigen Zwiebeln sind nicht sehr ausgeprägt und treten also kaum in Erscheinung. Er erreicht eine Höhe von bis zu fünfzig Zentimetern. Die Blätter sind röhrig und innen hohl, im Querschnitt betrachtet rund bis oval. Der Stängel ist den Blättern sehr ähnlich, ebenfalls aufrecht, rund und glatt, wenn auch ein wenig sparriger, an dessen Spitze sich ein kugeliger, dicht besetzter Blütenstand entwickelt. Die Blüten bilden keine Brustzwiebeln aus. Ihre hell- bis dunkelroten, zum Teil bläulich schimmernden Blätter sind 0,8 bis 1,2 Zentimeter lang und spitzen sich zum Ende hin zu.

Schnittlauch passt mit seinem zwiebeligem Aroma vor allem gut zu Salaten, in Pestos und Kräutersaucen. Er wird auch gerne in Kräuterbutter und Eierspeisen verwendet. Er sollte nicht gekocht, sondern immer roh gegessen werden, da ansonsten viele Inhaltsstoffe und das Aroma, nicht zuletzt Resultat der ätherischen Öle, reduziert werden, also verloren gehen.

Schnittlauch bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Wild wächst er entlang von Flussläufen, bevorzugt auf feinerdigen und schlammigen Sand- sowie Kiesbänken. Er lässt sich sehr einfach kultivieren, ob auf freiem Land oder in der Wohnung. Wichtig ist regelmäßige Wasserzufuhr, wobei Staunässe zu vermeiden ist, da er zum Schimmeln neigt. Im Freiland beginnt die Aussaat Ende März, in der Wohnung Ende Februar. Die Samen können reihenartig oder punktuell gesät werden. Punktuell bildet der Schnittlauch büschelartige Horste. Er ist ein Dunkelkeimer und die Samen sollten mindestens zwei Zentimeter mit Erde bedeckt werden. Die Pflanze blüht von Mai bis September und sollte im ersten Jahr sparsam, ab dem zweiten Jahr gerne üppig geerntet werden. Es empfiehlt sich, immer ein Drittel stehen zu lassen, damit er nachwachsen kann.

  • Appetitlosigkeit
  • Ausnüchternd
  • Blähungen
  • Blutreinigung
  • Darmentzündung
  • Entgiftend
  • Entzündungshemmend
  • Erkältung
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Gicht
  • Harntreibend
  • Husten
  • Magenentzündung
  • Schweißtreibend
  • Schleimlösend
  • Verdauungsstärkend

 

Hinweis

Ein übermäßiger Verzehr kann eine abführende Wirkung haben und zu Verdauungsproblemen führen.

"Joghurt"-Kräuter-Drink

400 ml Sojaghurt, Schnittlauch, Melisse und Estragon in den Mixer geben und mit 400 ml Wasser aufgießen. Wirkt als morgendlicher Muntermacher.

Brotaufstrich

Zwei Bund Schnittlauch mit drei Esslöffel Tomatenmark, jeweils zwei Esslöffel Oliven- sowie Leinöl, hundert Gramm entweder Cashew- oder Zedernnüsse und dem Saft einer halben Zitrone pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

 

 

Nährstoffe

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 115 12000
Kilo Kalorien 27 2868
Wasser 83300 2500000
Eiweiß 3600 30000
Fett 700 85000
Kohlenhydrate 1600 n/a
Ballaststoffe n/a 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure n/a 0,4
Vitamin A 0,05 1,1
Vitamin B1 0,14 1,3
Vitamin B2 0,15 1,5
Vitamin B6 0,42 1,5
Vitamin C 47 100
Vitamin E n/a 13
Vitamin K 0,38 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium 129 1200
Chlorid 74 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen 1,9 13
Iodid 0,0042 0,2
Kalium 434 550
Kupfer 0,059 1,5
Magnesium 44 350
Mangan 0,03 3,5
Natrium 3 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor 75 700
Schwefel 80 830
Zink 0,49 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin 258 n/a
Histidin 61 n/a
Isoleucin 150 1400
Leucin 211 2200
Lysin 175 1600
Methionin 36 2200
Phenylalanin 115 2200
Threonin 140 1000
Tryptophan 39 500
Tyrosin 100 2400
Valin 158 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure 288 n/a
Linolsäure 132 n/a
Ölsäure 7,8 n/a
Palmitinsäure 86 n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine 67 n/a