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Die Aloe Vera ist schon seit der Antike als Pflanze mit außerordentlich positiver Wirkung auf den Körper und als Quelle für Schönheit sowie Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden bekannt. Sie wird von vielen als das größtes Geschenk, das Mutter Erde seinen Lebewesen vermacht hat und als wertvoller Schatz betrachtet.

 

Die extrem positive Wirkung der Aloe Vera ist seit tausenden von Jahren unstrittig, auch wenn es der Wissenschaft bislang nicht gelungen ist, sie auf einen oder mehrere in der Pflanze enthaltene(n) Stoff(e) eindeutig zurückzuführen. Entsprechend gilt die Ursache der Heilwirkung als umstritten, auch wenn die Wirkung selbst nicht von der Hand zu weisen ist. Dass es sich nicht um einen "Placebo"-Effekt handelt, lässt sich einfach nachvollziehen, wenn man sich beispielsweise in den Finger schneidet und die Schnittwunde mit dem Gel der Aloe Vera bestreicht. Sie schließt sich nach kurzer Zeit.

Was bisher klar stofflich identifiziert werden konnte, ist die abführende Wirkung der Anthracenderivate - auch als Aloin bezeichnet. Die Blätter der Aloe Vera gliedern sich in drei Schichten: Blattrinde, Blattsaft und Blattmark oder auch Blattgel. Diese unterschiedlichen Schichten bewirken, dass aus der Pflanze grundsätzlich zwei Flüssigkeiten gewonnen werden, die eine sehr unterschiedliche Wirkungsweise besitzen. Das aus dem Blattmark gewonnene Gel enthält den enormen Nährstoffreichtum und die sekundären Pflanzenstoffe (bezogen auf die reine Anzahl der enthaltenen, nachgewiesenen Inhaltsstoffe), während der aus der Schale gewonnene Saft, aufgrund seiner Anthracenderivate - auch Aloin - vor allem die bereits angeführte, abführende Wirkung hat.

Der Aloe Vera Saft bildet die Schicht zwischen der grünen Blattrinde und dem transparenten Mark. Dieser Saft tritt aus, sobald ein Blatt verletzt oder abgeschnitten wird. Er enthält den Wirkstoff Anthracen als Derivat (Aloin), bei dem es sich um eine zähflüssige und sehr bitter schmeckende Substanz handelt, die für Aloe-Pflanzen eine wichtige Schutzfunktion hat, da sie vor Fressfeinden schützt.

Die Anthracenderivate wirken bei zu hoher Dosierung sowie zu langer Anwendung gesundheitsschädlich, was der Gund dafür ist, dass sie kaum noch als Abführmittel eingesetzt werden. Mögliche Folgen sind eine Überreizung der Darmschleimhaut sowie eine Verschlimmerung der Verdauungsprobleme, bis hin zu toxischen Reaktionen. Außerdem stehen die Anthracenderivate im Verdacht, ein Krebsauslöser zu sein. Die Anwendung als Abführmittel sollte somit laut dem Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte nur maximal zweimal pro Woche für insgesamt 2 Wochen erfolgen.

Eine (äußere) Anwendung des Saftes bei schmerzhaften Einrissen im Bereich des Darmausgangs, Hämorrhoiden und nach Operationen im Enddarmbereich kann nach Absprache mit dem Arzt hingegen sinnvoll sein. Die empfohlene Dosis liegt hier zwischen 20 und 30 mg Anthracenderivaten pro Tag. Da der Wirkstoff vorzeitige Wehen auslösen und zu einer Fehlgeburt führen kann, sollten in der Schwangerschaft in jedem Fall auf die Einnahme verzichtet werden. Generell stehen viele andere natürliche und gleichzeitig auch gesunde Mittel gegen Verstopfung als Alternative zur Verfügung.

Anders, als der stark reizende Aloe Vera Saft, bietet das mild wirkende Aloe Vera Gel viele nebenwirkungsfreie Therapiemöglichkeiten für zahlreiche Anwendungen.

 

Botanischer Name:

Aloe Barbadensis Miller

 

Die Aloe Planze kommt ursprünglich aus Afrika. Aufzeichnungen der Sumerer und alten Ägypter belegen, dass die Aloe Vera schon vor mehr als 5.000 Jahren medizinisch verwendet wurde. Die alten Ägypter bezeichneten sie als Pflanze der Unsterblichkeit und als Blut der Götter. Ihr verwandte Arten sind auch im Mittelmeerraum und Indien heimisch. Ihr Name führt auf das arabische "alloeh" zurück, das für "glänzend" und "bitter" steht, was sich vor allem auf die Oberfläche der Blätter und den Geschmack des Saftes bezieht. Sie zieht ihre Spur seit der Antike durch die Geschichte und findet bei Namen wie Nofretete, Cleopatra, Alexander der Große, Nero, dem (Ur-)Vater der Medizin Hippokrates, Christoph Kolumbus und Marco Polo Erwähnung.

Die Aloe gehört zur Familie der Asphodelaceae und ist eine Rosettenpflanze ohne Stamm. Ihre, in der Regel, 20 Blätter sind dick und fleischig. Sie werden ca. 40 - 50 Zentimeter lang. Sowohl am Rand, als auch an der Unterseite der Blätter ist sie stachelbesetzt. Die gelbroten Blüten sitzen auf weißen Tragblättern, die ihrerseits die Krone des ca. 60 - 90 Zentimeter hohen Blütenstandes bilden.

Üblicherweise wird Aloe nicht in der Küche verwendet. Wer aber die wertvollen Inhaltsstoffe zu sich nehmen, jedoch nicht in reiner Form konsumieren möchte, kann sich einen kräftigen Schluck in einen Smoothie, in ein Salatdressing oder eine Knoblauch-/Kräuter-Sauce mischen. Der Saft sollte auf keinen Fall über 40 Grad Celsius erwärmt, da ansonsten seine wertvollen Enzyme inaktiviert werden.

Die Anbauzeit ist sehr stark von der Region abhängig, in der die Pflanze angebaut wird. Sie braucht heißes, trockenes Klima, da sie ursprünglich eine Wüstenpflanze ist. Ihr Wasserbedarf ist daher sehr genügsam. Nur Sonne braucht sie viel. Die beste Erntezeit für die Blätter ist, wenn die Aloe in voller Blüte steht. Dann sind die ohnehin schon ungewöhnliche vielfältigen Nährstoffe am reichsten vertreten.

In der Naturheilkunde und in den Ländern Afrikas sowie des südlichen Mittelmeerraumes gilt das Aloe Vera Gel als Allrounder.

  • Antibakteriell
  • Antimykotisch
  • Antioxidativ
  • Antiviral
  • Cholesterinspiegelsenkend
  • Darmreinigend und -entsäuernd
  • Entzündungshemmend
  • Immunstimulierend
  • Verdauungsfördernd
  • Vorbeugend gegen Arthrose und Arthritis
  • Wundheilend (Brandwunden, Insektenstiche, Schnitte, Sonnenbrand, Schürfungen)

 

Hinweis

Während der Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch bei Hämorrhoiden oder Nierenerkrankungen wird die Anwendung des Aloe Vera Saftes nur nach Beratung mit einem Arzt oder Heilpraktiker empfohlen. Ein Arzt sollte auch konsultiert werden, wenn Herzmedikamente eingenommen werden. Die im Saft enthaltenen Anthracenderivate - auch Aloin - bewirken eine Ansammlung von Wasser im Darm, erhöhen hierdurch den Fülldruck und regen somit die Darmtätigkeit an - sie wirken also abführend. Das reine, aus dem Mark gewonnen Aloe Vera Gel ist hingegen frei von Nebenwirkungen.

Reines Gel

Die einfachste Anwendung ist das reine Aloe Vera Gel. Empfohlen wird ein Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Am besten vor dem Schlafengehen, damit die Inhaltsstoffe in den nächtlichen Regeneratonsprozess einwirken können. Detox für jeden Tag.

Spray

Bei Verletzungen, Abschürfungen, Schnitten, Schuppen und ähnlichem hilft die Aloe als Spray. Sie brennt nicht und unterstütz die Heilung.

Sonnenschutz

Die Wirkstoffe der Aloe beugen nicht nur Sonnenbrand vor, sondern unterstützen die Haut bei gesünderem Braunwerden und spendet Feuchtigkeit, was sich positiv auf den Hautalterungsprozess auswirkt.

 

 

Nährstoffe

In dem Gel der Aloe Vera wurden mehr als 200 Inhaltsstoffe nachgewiesen, allerdings zum großen Teil in sehr kleinen Mengen. So wurden beispielsweise geringe Mengen Vitamin B12 nachgewiesen. Allerdings so gering dosiert, dass von einer gewährleisteten Versorgung mit dem Vitamin nicht ausgegangen werden kann. Eine genaue Zusammensetzung ist gegenwärtig nicht zu ermitteln.

 

Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Kilo Joule 85 12000
Kilo Kalorien 20 2868
Wasser n/a 2500000
Eiweiß n/a 30000
Fett n/a 85000
Kohlenhydrate 5000 n/a
Ballaststoffe n/a 35000
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Folsäure n/a 0,4
Vitamin A n/a 1,1
Vitamin B1 n/a 1,3
Vitamin B2 n/a 1,5
Vitamin B6 n/a 1,5
Vitamin C n/a 100
Vitamin E n/a 13
Vitamin K n/a 0,07
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Calcium n/a 1200
Chlorid 31 6000 (zusammen mit Natrium)
Eisen n/a 13
Iodid n/a 0,2
Kalium n/a 550
Kupfer n/a 1,5
Magnesium n/a 350
Mangan n/a 3,5
Natrium 31 6000 (zusammen mit Chlorid)
Phosphor n/a 700
Schwefel n/a 830
Zink n/a 10
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Arginin n/a n/a
Histidin n/a n/a
Isoleucin n/a 1400
Leucin n/a 2200
Lysin n/a 1600
Methionin n/a 2200
Phenylalanin n/a 2200
Threonin n/a 1000
Tryptophan n/a 500
Tyrosin n/a 2400
Valin n/a 1600
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Linolensäure n/a n/a
Linolsäure n/a n/a
Ölsäure n/a n/a
Palmitinsäure n/a n/a
Inhaltsstoff Enthalten mg pro 100 g Empfohlener Tagesbedarf in mg
Purine 7 n/a